Tenuta Pakravan-Papi – Riparbella, Toskana
Die Tenuta Pakravan-Papi liegt in der nördlichen Maremma, auf den Hügeln von Riparbella in der Provinz Pisa. Von den Weinbergen fällt der Blick über die Costa degli Etruschi bis zum Tyrrhenischen Meer.
Die Geschichte des Weinguts beginnt 1966 in Florenz: Enzo Papi aus der Maremma und die Iranerin Amineh Pakravan lernten sich als junge Studenten kennen, als sie nach der Arno-Flut als freiwillige Helfer Bücher der Nationalbibliothek bargen. Seit dem Jahr 2000 führen sie gemeinsam mit ihren Kindern Chiara und Leopoldo das Weingut, das beide Familiennamen trägt. Begleitet wird die Arbeit im Keller von der Önologin Graziana Grassini.
Das Klima ist mediterran geprägt: viel Sonne, Meeresbrise und kühle Winde aus dem Landesinneren. Zwei Bodentypen bestimmen die Rebsortenwahl. Im nördlichen Tal wächst Sangiovese auf Ton mit Alberese-Kalkstein. Die Familie setzt hier bewusst auf alte Klone des „Sangiovese piccolo“, der früher im Chianti verbreitet war. Im zentralen Teil des Guts stehen Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc und Merlot auf mineralreichen Böden vulkanischen Ursprungs. Die Weine sind mediterran geprägt und unterscheiden sich damit deutlich vom nahen Bolgheri.
Eine Besonderheit sind die Weißweine: Chardonnay auf nordexponierten Kalk-Ton-Böden, Riesling auf einer kleinen Parzelle mit fossilreichem Meeresboden am Rand des Cecina-Tals und eine reinsortig ausgebaute Malvasia Toscana.
Gelesen wird ausschließlich von Hand. Jede Parzelle wird getrennt vergoren und erst nach dem Ausbau im Barrique assembliert. Das Weingut setzt auf Solarenergie und heizt mit einer Holzhackschnitzelanlage, die mit dem Rebschnitt von über 90.000 Rebstöcken betrieben wird.
Das Sortiment umfasst Weine der IGT Costa Toscana: die Rotweine Prunicce, Gabbriccio, Cancellaia und Campo del Pari, die Weißweine Malvasia, Ribellante und Serra de' Cocci sowie den Rosato de' Papi.